Brasilien
Aus Kaffeetraditionsverein
| Brasilien | |
|---|---|
| Kontinent | Südamerika |
| Amtssprache | Portugiesisch |
| Hauptstadt | Brasília |
| Fläche | 8.514.215 km² |
| Einwohner | 188.600.000
(Mai 2007) |
| Kaffeeanbau | 2.000.000 ha |
| Höhenlagen | ??? |
| Kaffeesorten | überwiegend Arabica |
| Aufbereitung | überwiegend nass |
| Kaffeeernte | Juni bis Oktober |
| Sackgewicht | 60 kg |
| Bild:LocationBrasilien.png | |
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Geschichtliches
- 1720 wurde Kaffee zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Französisch-Guayana nach Brasilien eingeführt.
- 1726 schlug offiziel die Geburtsstunde des brasilianischen Kaffeeanbaus.
- 1727 Anbaugebiete von Para bis Rio de Janeiro, Sao Paulo und Bahia wurden durch Pflanzungen aus Sumatra und Neuguinea aufgebaut.
- 1752 wurde der Kaffeeanbau in Brasilien intensiv betrieben, die Pflanzen und Samen kamen aus verschiedenen Gegenden. Quelle: Ulla Heise
- 1760 holte man etliche etliche Pflanzen aus Goa (Portugiesisch-Indien). Quelle: Ulla Heise
- 1770 gelangten die ersten Setzlinge nach Rio de Janeiro. Quelle: Ulla Heise
- Um 1800 begann der brasilianische Kaffee-Export. Quelle: Ulla Heise
- 1820 war in Europa die Konkurrenz für Zuckerrohr durch den Anbau der Zuckerübe entstanden. Als Alternative zum Zuckerrohr wurde auf riesigen Plantagen nun Kaffee angebaut.
- 1856 Viele Einwanderer / Siedler nehmen das Heft in die Hand und verdingten sich in Brasilien als Kaffeebauern. Aber der Schuldendienst für die Überfahrt war hart. Dagegen setzten sich 1856 deutsche Einwanderer zu Wehr. Als die Passage für Kaffeebauern kostenlos wurde, kamen von 1884 bis 1914 mehr als eine Million Menschen nach Brasilien, um mit dem Kaffee ihr Glück zu machen.
- 1870 wurde die "Elefanten-Bohne" eher zufällig bei Maragogype entdeckt. Die naturmilde Bohne ist etwa ein drittel größer als andere Kaffeebohnen.
- Mit der Gründung der Republik Brasilien, am 24. Februar 1891, erlebte die Kaffeeproduktion einen Boom wie nie zuvor - innerhalb von zehn Jahren verdreifachte sie sich.
- "Um die Weltmarktpreise stabil zu halten, wurden ganze Kaffee-Ernten in Brasilien valorisiert (im Wert erhöht) - vom Markt zurückgehalten oder vernichtet." Quelle: Ulla Heise
- Sogennate Valorisationen wurden 1906, 1917 und 1921 durchgeführt. Quelle: Hans-Jürgen Krisch: „Fr. Hensel & Haenert“ Eine mitteldeutsche Kaffeegeschichte zwischen Hamburg und München. Eigenverlag - Halle (Saale), 2005
- 1900 gediehen allein im Bundesstaat Sao Paulo um die 500 Millionen Kaffee-Bäume. 40 lange Jahre betrug der Anteil des Kaffees am Exporterlös des Landes 50%.
- "Zwischen 1931 und 1944 ließ der brasilianische Staat nach einem Opferquotenplan etwa 5,7 Millionen Tonnen Rohkaffee verbrennen beziehungsweise ins Meer schütten." Quelle: Ulla Heise
[bearbeiten] Allgemeines
- "In Brasilien werden die Kaffeezweige gemolken, das heißt, die Kirschen werden nicht einzeln gepflückt, sondern abgestreift." Quelle: Ulla Heise: „Kaffee und Kaffeehaus“ Die Geschichte des Kaffees. Insel Verlag - Frankfurt am Main und Leipzig, 2002, S. 64
- Die brasilianischen Kaffeesorten sind zumeist gewaschen, in der Sonne getrocknet und in Brazils, Santos, Milds und Other Arabcis eingeteilt. Der in den nördlichen und Meer nahen Anbauregionen produzierte Kaffee mit typischem Meerwassergeschmack wird vorwiegend nach Nordafrika, in den Mittleren Osten und nach Osteuropa exportiert. Die als Conillon vermarkteten Robusta-Sorten landen meist in den Supermarktkaffees.
[bearbeiten] Rohkaffee-Gesamternte
1888 3.300.000 Sack zu 60 kg = 48 % der Welternte
1898 11.200.000 Sack zu 60 kg = 70 % der Welternte
1908 11.000.000 Sack zu 60 kg = 75 % der Welternte
1918 15.800.000 Sack zu 60 kg = 83 % der Welternte
1928 29.600.000 Sack zu 60 kg = 85 % der Welternte
1938 26.400.000 Sack zu 60 kg = 66 % der Welternte
1948 17.200.000 Sack zu 60 kg = 54 % der Welternte
1958 26.300.000 Sack zu 60 kg = 48 % der Welternte
1968 24.800.000 Sack zu 60 kg = 35 % der Welternte
1969 18.570.000 Sack zu 60 kg
1971 20.400.000 Sack zu 60 kg
1973 18.570.000 Sack zu 60 kg
1974 14.500.000 Sack zu 60 kg
1975 27.500.000 Sack zu 60 kg
1976 23.000.000 Sack zu 60 kg
1977 9.300.000 Sack zu 60 kg
1978 17.500.000 Sack zu 60 kg = 24 % der Welternte
1979 20.000.000 Sack zu 60 kg
1980 22.500.000 Sack zu 60 kg
1988 38.000.000 Sack zu 60 kg = 37 % der Welternte
...
2006 363.000.000 Sack zu 60 kg (2.180.000 Tonnen) = 28 % der Welternte (Nr. 1)
[bearbeiten] Quellen
- KTM Kaffee & Tee Markt, XXVIII/2
- United States Department of Agriculture (USDA) / ICO
- Ulla Heise: „Kaffee und Kaffeehaus“ Die Geschichte des Kaffees. Insel Verlag- Frankfurt am Main und Leipzig, 2002, S. 54 ff.
[bearbeiten] Weblinks
- http://www.bsca.com.br/
- http://www.melitta.de/kaffeewissen_brasilien_geschichte_de,1818.html
- http://www.kaffeezentrale.de/d/anbau/detail.cfm?ID=06A935DF-ADC7-481C-8811AA57AD7F4361
- http://www.taz.de/index.php?id=archiv&dig=2003/10/25/a0238
- http://www.kaffeehausavantgarde.de/kaffee.htm
- http://de.wikipedia.org/wiki/Varginha
- http://de.wikipedia.org/wiki/Picada_Café

