DDR
Aus Kaffeetraditionsverein
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[bearbeiten] Auch der DDR-Bürger liebte seinen Kaffee!
Rohkaffee-Importe in Sack a 60 kg
Jahr 1960 / 1970 / 1974 / 1975 / 1976 / 1977
Menge 387.417 / 756.067 / 730.417 / 814.183 / 836.582 / 857.616
Röstkaffee-Produktion in Tonnen
Jahr 1955 / 1960 / 1970 / 1975 / 1976 / 1977
Menge 4.152 / 19.515 / 37.973 / 41.060 / 43.151 / 45.401
Pro-Kopf-Verbrauch von Röstkaffee in kg
Jahr 1955 / 1960 / 1970 / 1975 / 1976 / 1977
Menge 0,3 / 1,1 / 2,2 / 2,4 / 2,5 / 2,7
[bearbeiten] In der DDR gab es drei Standardmarken von Kaffee
"Kosta" die einfachste Qualität für 60 Mark, "Rondo" für 70 Mark und "Mona" für 80 Mark das Kilo. Während der Hochpreisphase auf dem Rohkaffeemarkt wurde "Costa" offiziell gestrichen, "Rondo" war durch verstärkte Nachfrage vergriffen und übrig blieb die teuerste Sorte "Mona". Zudem wurde ein neues Produkt kreiert: "Mix" eine Mischung aus Bohnenkaffee und Surrogaten.
Wie hoch die Wertschätzung des DDR-Bürgers für sein Kaffeegetränk anzusetzen war, mag noch der folgende Vergleich zeigen. Das durchschnittliche monatliche Arbeitseinkommen in der Industrie lag 1976 etwas über 900 Mark, das Kilo Röstkaffee kostete 70 Mark, und der DDR-Bürger trank durchschnittlich 3,2 kg Rohkaffee pro Kopf. In der BRD Industrie lag das Arbeitseinkommen bei 1 800 DM pro Monat, der Röstkaffee-Preis lag bei 19 DM per kg, und der Bundesbürger verbrauchte 5,8 kg Rohkaffee pro Person.
[bearbeiten] Die DDR betrieb Kaffeeröstereien unter stattlicher Kontrolle
- VEB Kaffeemittelfabrik, Frankfurt (Oder), Küstriner Str. 7-9
- VEB Kaffee und Nährmittelwerke, Halle (Saale)
- VEB Röstkaffee Leipzig
- VEB Kermi, Stralsund
- VEB Röstfein, Magdeburg
- VEB Kaffee und Tee, Radebeul
- VEB BERO Kaffee und Extrakt, Berlin
- Drei Streif Kaffeerösterei, Nordhausen
[bearbeiten] Weitere Quellen
- mdr.de/barbarossa/3997134.html
- http://www.forschungsheim.de/fachstelle/lese1.pdf
- KTM Kaffee & Tee Markt, XXIX/7

