Franz Willick Kaffee-Großrösterei

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Franz Willick

Kaffee-Großrösterei

Löwen 1.jpg

Gegründet

1841

Marke

Löwen Kaffee

Unternehmenssitz

Troisdorf - Spich

Slogan

Kaffee aus Leidenschaft

Status

aktiv


Geschichte

Es war einmal... Schon im 19. Jahrhundert ? genauer im Jahre 1841 ? gründete der Kaufmann Franz Willick eine Kaffeerösterei mit Kolonialwarenhandel in der Kölner Löwengasse. Der Name LÖWEN KAFFEE? lag daher auf der Hand. Seine Produkte lieferte der kleine Betrieb an Tante-Emma-Läden in Köln und Umgebung. Über 100 Jahre später war es dann Zeit für eine neue Geschäftsstrategie.

1959 beteiligte sich die Firma Willick am Handelshof in Haan, einem der ersten C&C Cash & Carry-Märkte Deutschlands. Über die Jahre eröffneten immer mehr Handelshof-Ableger.

Die Franz Willick Kaffeerösterei fand in ihrem Tochterunternehmen einen regelmäßigen Großabnehmer. Als sich der Großmarkt Mitte der 1990er Jahre dazu entschloss, auch andere Kaffeemarken ins Sortiment aufzunehmen, hatte das für die Franz Willick Kaffeerösterei enorme Umsatzeinbußen zur Folge. Andere Marken waren einfach bekannter als LÖWEN KAFFEE?. Daher mussten neue Geschäftswege erschlossen werden.

Die Lösung: 1996 gründete das Unternehmen einen Gastronomie- und Büro-Service und beliefert seither gastronomische Betriebe, Unternehmen sowie Großverbraucher mit Röstkaffee, Maschinen und sämtlichem Zubehör. Ca. 10% des Umsatzes werden heute über den Handelshof erwirtschaftet. 50% des Umsatzes nimmt das Unternehmen durch die Belieferung der Gastronomie ein. 35% bringt der Büro-Service, 5% die Betreuung von Großkunden wie Kantinen oder Seniorenheimen.


Umzug nach Troisdorf - Eine erfolgreiche Partnerschaft

Zu einer weiteren Veränderung kam es Anfang 2002. Damals röstete das Familienunternehmen unter dem Dach des Handelshof-Muttergebäudes in der Kölner Schönhauserstraße ? gelegen in einem Mischbaugebiet. Über die Jahre hatten sich die Auflagen für das Rösten in einem Nicht-Industriegebiet verschärft. Die Stadt Köln verlangte daher diverse Umbauten. Filteranlage, ein gemauerter Kamin und vieles andere hätten erhebliche Investitionen erfordert. Die Rösterei stand plötzlich vor einer grundlegenden Entscheidung: Aufgeben oder nach Alternativen suchen. Eine Lösung fand das Unternehmen in einer Kooperation mit der Firma Schmitz-Mertens, die seit 1863 eine Rösterei im Industriegebiet von Troisdorf-Spich betreibt, nur etwa 25 km von Köln entfernt. Büro- und Geschäftsräume waren vorhanden und auch die Produktionsräume samt 60 kg Gothot-Trommelröster wollte Fa. Schmitz-Mertens gemeinsam mit der Kölner Rösterei nutzen.

2002 erfolgte dann der Umzug nach Spich. Die Partnerschaft der beiden Röster hat sich seither als äußerst positiv erwiesen. Durch gemeinsamen Rohkaffee- und Wareneinkauf können weitaus bessere Konditionen erzielt werden. Auch Zucker, Kaffeetüten und andere Zusatzmaterialien bezieht man gemeinsam und daher zu günstigeren Preisen. In der Rösterei selber funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend. Beide haben zwar ihre eigenen Rezepturen, aber sämtliche Maschinen und das Personal im Produktionsbereich werden geteilt. Die Maschinen sind so zu jeder Zeit ideal ausgelastet und Arbeitsplätze damit langfristig gesichert. Steigende Produktionsmengen machten im vergangenen Jahr die Anschaffung eines zusätzlichen 120 kg Probat Neptune 500 Rösters notwendig. Die computergesteuerte Anlage, die neben der Röstanlage auch einen Entsteiner, zwei Waagen, drei Mühlen, diverse Silos und eine hochmoderne Filteranlage umfasst, erforderte diverse Um- und Erweiterungsbauten. Die gesamte Anlage erfüllt damit alle rechtlichen Normen und Umweltauflagen.


Weblinks