Heinr. Franck Söhne
Aus Kaffeetraditionsverein
| Heinrich Franck Söhne | |
|---|---|
| Gegründet | 1828 |
| Fusion | 1943 |
| Marken | Franck Kaffeeersatz,
Kathreiners Malzkaffee, Caro Kaffee, Mühlen Franck, Aecht Franck, Kornfranck, Sano Kaffeeersatz, Enrilo Feigen-Kaffee, Perola Perlroggen-Kaffee |
| Unternehmenssitz | Ludwigsburg |
| Status | Ehemaliges Unternehmen |
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Geschichte
1828 gründete Johann Heinrich Franck (1792 – 1862) in Vaihingen an der Enz die "Landkaffee Manufaktur".
??? Sein Sohn Hermann Franck sen. (der die Tochter aus einer angesehenen Schweizer Kaufmannsfamilie heiratete (Ida Raschle) und damit neues Kapital einbrachte) steigt in die Firma ein.
1862 stirbt der Firmengründer im Alter von 70 Jahren.
1868 hatte man wegen des notwendigen Eisenbahnanschlusses das Stammwerk nach Ludwigsburg verlegt.
1871 Die Firma firmiert unter Heinrich Franck Söhne OHG
1873 Beginn der Herstellung von Feigenkaffee Quelle: http://www.hag-sammlerarchiv.de/seite25.html
1877 Die Gebrüder Hermann Franck jun., Robert Franck und Karl Franck treten in die Firma ein.
1879 entstand aufgrund der neu eingeführten agrarischen Schutzzölle ein erstes Zweigwerk in Linz an der Donau, weitere Niederlassungen folgten bis 1911.
1883 eröffnete die Firma Heinrich Franck & Söhne eine Filiale zur Erzeugung von Zichorie als Kaffeezusatz in der ehemaligen Staudenmühle und in den Räumen der aufgelassenen Strohmassefabrik in Komotau. Diese Firma war eine Kommanditgesellschaft der Gebrüder Hermann Franck jun., Robert Franck und Karl Franck.
Im Mai 1884 kam ein Betrieb in Basel dazu. [2]
Die Werbung der Firma Heinr. Franck Söhne begann etwa um 1890 und zeigte bereits zur Jahrhundertwende eine beachtliche Vielfalt. Für „Aecht Franck“ wurde auf Ausstellungen, in Tageszeitungen, in Schaufenstern und mit Außenplakaten geworben.
Da die vielfach aus Osteuropa kommenden Einwanderer die Sitten des Zichorienkaffeetrinkens in die USA verpflanzten, wurde 1895 in der Nähe von New York ein Verteilungslager errichtet.
Als zu Beginn des Jahrhunderts sich ein neuer Markt, das Kornkaffeegeschäft entwickelte, nahm auch die Firma Franck mit der Marke „Kornfranck“ daran teil. Man wollte damit einem anderen Markenprodukt, dem „Kathreiner Malzkaffee“ Konkurrenz machen.
1893 errichtete man in Neuss am Rhein eine eigene Produktionsstätte für ihren neuen Roggenkaffee Kornfranck.
19. November 1894 Anmeldung der Wort-Marken Echt Heinr. Franck Söhne, Sano, Franckmühle und Franck. [1]
17. Dezember 1894 Anmeldung der Wort-Marken Doppel-Franck, Franck und Frank. [1]
22. Dezember 1894 Anmeldung der Wort-Marken Franck-Malz-Kaffee und Dr. Katsch. [1]
1908 Erwerb der Aktienmehrheit an der Fa. Emil Seelig A.-G. aus Heilbronn [3]
Um 1909 nahm die Firma zwölf neue Trommelröstapparate in Betrieb.
1910 neben Zichorienwurzeln wurde auch Roggenmalz zu Kornfranck und Feigen zu Ersatzkaffee verarbeitet.
1911 Beteiligung der Heinrich Franck Söhne OHG und der Kathreiner-Malzkaffee-Fabriken, München an der Resag AG Berlin-Köpenick
1913 gab es kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da inzwischen noch eine Reihe kleiner Konkurrenzfirmen aufgekauft worden waren, in elf Staaten der Erde insgesamt 27 Francksche Zichorienfabriken, so dass man von einem Weltunternehmen sprechen konnte.
Insgesamt wurden damals 200 reisende oder Vertreter, 450 Angestellte und 2.800 Arbeiter beschäftigt.
1914 Umwandlung der Heinrich Franck Söhne OHG Ludwigsburg in eine GmbH
1915 Anmeldung einer Bildmarke vom Zweigwerk Linz (Österreich)
1930 Fusion mit der Helvetia Schweizerische Kaffee-Surrogat-Fabriken zur Helvetia & Heinrich Franck Söhne AG Basel (kurz: Helfra) [2]
1932 Anmeldung einer Bildmarke „die Kaffeemühlenschublade“ (= das Schoß)
1943 fusionierte Franck mit der Kathreiner's Malzfabrik zur Franck & Kathreiner.
[bearbeiten] Wissenswertes
- Die Firma Franck war Hauptsponsor der Olympischen Spiele 1932 in Amsterdam und 1936 in Berlin.
- Heinr. Franck Söhne hatten Werke in Berlin - Halle/Saale
[bearbeiten] Einzelnachweis
[1] Der Kaffee Herausgegeben vom Kaiserlichen Gesundheitsamt, Verlag von Julius Springer, Berlin 1903 (Siehe Kaffeebibliothek)
[2] Roman Rossfeld: Sparkaffee und Franck-Aroma [1], aus NZZ Online, 25. Januar 2003
[bearbeiten] Literatur
- https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/einfueh.php?bestand=19474
- Kaffee im Spiegel europäischer Trinksitten, Seite 179 ff. Johann Jacobs Museum, Zürich 1991
- Dietrich Samrowski, Geschichte der Kaffeemühlen, München 2003
[bearbeiten] Weblinks
- http://www.komotau.de/franck_zichorie.htm
- http://www.biogran.com/de/firma/geschichte/
- http://www.hag-sammlerarchiv.de/seite24.html
- http://www.forum-kroatien.de/t517884f11752095-Franck-Kaffee.html
- http://www.villa-franck.de
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