J. Latscha Kaffee-Grossrösterei

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J. Latscha Kaffee-Grossrösterei

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Gegründet

1882

Marke

Senta Kaffee

Unternehmenssitz

Frankfurt am Main

Slogan

???

Status

inaktiv


Geschichte

Die Supermarktkette Latscha wurde 1882 von Jakob Latscha als Kolonialwarengeschäft am Allerheiligentor gegründet.

1892 gab es bereits 7 Filialen des Stammhauses, 1912 waren es 72 Verkaufsstellen.

Jakob Latscha kaufte direkt vom Erzeuger, daher konnte er mäßige Preise bieten. In seinen Lebensmittelmärkten durfte nicht mehr ?angeschrieben? werden.

Jakob Latscha war auch im sozialen Wohnungsbau engagiert. Er finanzierte den Bau von Siedlungen in Buchschlag bei Sprendlingen und Waldheim bei Rumpenheim a. M. Daher kam die Firma zeitweise in Liquiditätsschwierigkeiten.

1924 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt, 1936 dann in eine KG.

Latscha schaffte in den 60er Jahren Rabattmarken ab und setzte sich für die Kennzeichnung der Waren mit einem Herstell- oder Verfallsdatum ein. Anfang der 70er Jahre wurde ein Labor zur Kontrolle von Lebensmitteln eingerichtet.

Bis 1973 umfaßte der Familienbetrieb 250 Märkte im Rhein-Main-Gebiet mit rund 4000 Angestellten. Daneben gehörten auch Warenhäuser, Schnellrestaurants, Tankstellen und Autowaschstraßen zur Firmengruppe.

Die Expansion führte zu finanziellen Verlusten. Aufgrund der großen Konkurrenz und der Tendenz zur Konzentration im Lebensmittelbereich wurde der Betrieb 1977 mit seinen 178 Filialen an die Gruppe Rewe-Leibbrand verkauft.


Wissenswertes

  • 1944 Das Familienunternehmen wurde im zweiten Weltkrieg schwer angeschlagen. Von den rund 190 Verkaufsstellen, die J. Latscha bei Kriegsausbruch im Gebiet von Frankfurt am Main, Mainz und Wiesbaden, waren 50 total zerstört.


Quellen

  • Hans Latscha: Erinnerungen, Hg. Dieter Latscha, Brönners Druckerei Breidenstein KG, 1968