Kategorie:Kaffeemaschinen

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Eine Kaffeemaschine ist ein Gerät zur thermischen Extraktion und Filtration von gemahlenen Kaffeebohnen (Heißextraktion) mit Wasser als Extraktionsmittel. Als Filterelemente werden meist Kaffeefilter eingesetzt, oder es kommen spezielle Kaffeekapseln bzw. Kaffeepads zur Anwendung.

Kaffeemaschinen dienen zur halbautomatisierten Zubereitung von Kaffee. Insofern sind sie zu unterscheiden von Kaffeeautomaten, die die Wasser- und Kaffeezufuhr selbständig ausführen, den Kaffee direkt in Becher oder Tassen einfüllen und den Kaffeesatz in einen Satzbehälter entsorgen.


Geschichte

Kaffeemaschinen gibt es schon seit mehr als 200 Jahren, allerdings waren sie wegen ihres enormen Preises für normale Bürger nicht erschwinglich. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden Kaffeemaschinen für die breite Masse der Bevölkerung bezahlbar.


Funktionstypen

Kranenkanne

Ein Vorläufer der Kaffeemaschine ist die Kranenkanne, umgangssprachlich auch ?Dröppelminna? genannt, die noch ohne Filter funktionierte. Sie wurde vor allem in Nord- und Nordwestdeutschland benutzt. Dabei handelt es sich um ein dickbauchiges, birnenförmiges, an eine Urne erinnerndes Gefäß mit einem kleinen Hahn, um den Kaffee herauszulassen. Seit 1700 sind die meist aus Zinn hergestellten Kannen belegt. Da es noch keine Filtertüten gab, und der lose in der Kanne schwimmende Kaffeesatz leicht den Ausguss verstopfte, ?dröppelte? der Kaffee oft nur in die bereitgestellte Tasse.


Perkolator

Die Perkolation ist auch heute noch eine häufig verwendete Methode, Kaffee zu kochen. Das Wort stammt vom lateinischen percolare, was soviel heißt wie seihen, filtern.

Die Erfindung des Kaffee-Perkolators wird dem Pariser Blechschmied Laurens zugeschrieben. Er entwickelte 1819 die erste Kaffeekanne, bei der das Wasser auf dem Herd erhitzt wurde und dann durch einen Innenzylinder emporstieg. Dieses Prinzip wurde dann vielfach übernommen und verändert. Es wurde auch mit geschlossenen Systemen experimentiert, so genannten Dampfdruckperkolatoren.

In Amerika, wo die Filtermethode nicht so bekannt ist, wird noch öfter nach dem Perkolationsprinzip Kaffee zubereitet, ebenso in England und den Niederlanden. In Deutschland ist der Perkolator fast in Vergessenheit geraten. Viele gewerbliche Großkaffeemaschinen arbeiten aber noch nach diesem Prinzip. Die Geräte für den Hausgebrauch waren meist aus Metall, einfache Ausführungen aus Aluminium, andere aus verchromtem oder versilbertem Messing. Da der Kaffee leicht den Metallgeschmack annahm, gingen einige Hersteller dazu über, die Geräte wenigstens teilweise aus Glas herzustellen, oder ganz aus Porzellan zu produzieren. Elektrische Kaffeemaschinen aus Porzellan waren in den USA sehr verbreitet. In Deutschland stellte Rosenthal in den 1930er Jahren Kaffeemaschinen her. Weit verbreitet sind vor allem die ?Aromator? genannten Geräte der Porzellanfabrik Neuerer.

Vom Funktionsprinzip her unterscheidet sich der Perkolator deutlich von der Filterkanne. Ein Perkolator besitzt ein Metallröhrchen oder einen Zylinder, durch den das Wasser emporsteigt und dann auf das Kaffeemehl trifft. Das Wasser wird durch den Druck des beim Sieden entstehenden Wasserdampfes durch das Rohr nach oben gedrückt. Hier tropft es nun auf einen Filter mit dem Mahlgut. Daraufhin tropft die Flüssigkeit wieder nach unten und steigt erneut durch das Metallröhrchen empor. Diesen zirkulierenden Prozess bricht man erst ab, wenn der Kaffee die gewünschte Stärke hat.

Von diesen zirkulierenden Perkolatoren sind die Pump-Perkolatoren zu unterscheiden, bei denen das Wasser nur einmal über das Mahlgut tropft und dann in einem gesonderten Behälter aufgefangen wird. Diese Perkolatoren haben daher neben einem ?Wasserbehälter? einen weiteren für den fertigen Kaffee, der meist über einen kleinen Auslasshahn abgelassen wird.

Beispiele für verbreitete zirkulierende Perkolatoren aus deutscher Produktion sind etwa: WMF (Nachbau der amerikanischen Firma Landers/Universal von 1880?1930, sowohl mit Spiritus beheizt, als auch elektrisch); Graetzor (1930?1966); Linnschiff, Feldhaus (einfache Perkolatoren aus den 1950er Jahren), Rowenta (etwa 1920?1962) und viele mehr.

Beispiele für oft anzutreffende Pump-Perkolatoren sind: AEG, (Deutschland, 1930er Jahre ? Entwurf Peter Behrens); Moccadur (DDR, 1950er Jahre) und Therma (Schweiz, 1960er Jahre).

Perkolatoren werden auch in jüngster Zeit wieder aus Jenaer Glas hergestellt. Sie sind unter dem Namen PASSERO im Handel erhältlich. Diese neuen Perkolatoren sind für Gas-, Ceran- oder Elektroherde gleichermaßen geeignet.


Vakuumbereiter

Eine Weiterentwicklung der Percolatoren sind die Vakuumbereiter, die seit etwa 1830 belegt sind. Bekannt ist der sogenannte Glasballon. Dabei werden zwei Glasgefäße übereinander angebracht. Das untere Gefäß wird mit Wasser, das obere mit Kaffeemehl gefüllt. Wird das untere Gefäß nun erwärmt, steigt das Wasser über ein Steigrohr in das obere Gefäß und vermischt sich dort mit dem Mahlgut. Nun löscht man die Spiritusflamme unter dem unteren Gefäß, so dass sich dort die Luft abkühlt und ein Unterdruck (Vakuum) entsteht, der das mit dem Kaffeemehl vermengte Wasser durch einen Filter in das untere Gefäß zurückzieht. Aus diesem unteren Gefäß kann der Kaffee nun, nachdem die Apparatur auseinander gebaut wurde, serviert werden.

Mit Maschinen dieser Art gab es viele Unfälle. Man hört von Explosionen und von zerbrochenem Glas, weil die Heizquelle zu spät gelöscht wurde. Trotzdem wurde nach diesem Prinzip eine Reihe unterschiedlicher Kaffeemaschinen hergestellt. Teilweise wurden dabei die beiden Behälter nicht über- sondern nebeneinander angebracht und mit einem Kippmechanismus versehen, der den dazugehörigen Spiritusbrenner automatisch auslöschte.

In Deutschland gewannen im 20. Jahrhundert die gläsernen Vacuum-Bereiter im Design der Bauhaus-Künstler unter dem Namen Sintrax eine größere Verbreitung. Ebenfalls verbreitet waren die elektrischen Geräte, die Rowenta in den 1950er Jahren verkaufte. In den letzten 30 Jahren kamen solche Geräte vor allem von dem dänischen Hersteller Bodum.


Kippdampfdruckkanne

An die frühen Vakuumkannen erinnern auch die ?Kippdampfdruckkannen?, die in Deutschland um 1880 vor allem durch die Geräte von Hermann Eicke (? 1. Februar 1897) aus Berlin populär wurden. Das Gerät, bestehend aus einem metallenen Kaffeekocher mit Spiritusbrenner auf einem Porzellanfuß und einer Porzellankanne, in die der Kaffee floss, sorgte für einen gewissen Wohlstand beim Erfinder, den dieser unter anderem für das Waisenhaus in Berlin-Moabit und die St.Hedwigs-Kathedrale in Berlin stiftete. Auch die Geburtsgemeinde Weißenborn in Thüringen soll einen Teil bekommen haben, der bestimmt war für verarmte Christen, die aber weder Trinker noch Spieler sein durften.


Napoletaner und Potsdamer Boiler

Die Napoletaner ist im Grunde nichts anderes als eine Kaffeekanne mit aufgesetztem Kaffeefilter. Das Besondere ist aber ihre Konstruktion. Zwei Behälter (einer mit und einer ohne Tülle) werden übereinander befestigt, getrennt nur durch einen fest installierten Kaffeefilter in ihrer Mitte. Zum Kaffeekochen dreht man den Apparat erst einmal auf den Kopf und füllt den oberen, nunmehr unten befindlichen Behälter mit Wasser, schraubt darauf den Filter und die eigentliche Kaffeekanne, deren Tülle nun nach unten zeigt. Dann erhitzt man die Kanne. Sobald das Wasser kocht, dreht man sie um und erhält gefilterten Kaffee. Einfache Kannen dieser Art waren ursprünglich in Italien sehr verbreitet und hießen Napoletaner. Später stellte man auch aufwendig verarbeitete elektrische Geräte her.

Nach demselben Prinzip funktionieren auch die fein gearbeiteten Kannen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, die ?Russische Eikanne? oder ?Potsdamer Boiler? genannt wurden. Hierbei wurde die oft schwenkbar an einem Bügel aufgehängte Kanne durch einen Spirituskocher erwärmt.


Espressokanne (?Moka Express?)

Melitta Kaffeefilter

Der Kaffeefilter wurde 1908 von der Dresdner Hausfrau Melitta Bentz erfunden. Der nach ihr benannte Melitta fertigt seitdem Kaffeefilter. Bisweilen wurde die Einheit von Kaffeekanne mit dazugehörigem Kaffeefilter von Melitta als Kaffeemaschine bezeichnet.

http://www.schnellfilter.de/index.htm


Arndt`sche Original Kaffee-Aufguss-Maschine

Die Gebr. Arndt Metallwarenfabrik ...


Thürmersche Aufguss-Kanne

Die Max Thürmer Kaffee-Großrösterei GmbH ...

Die Thürmersche Aufguss-Kanne aus braunem Steingut für Kaffee & Tee kostete vor 1945 4,- RM
Die Thürmersche Aufguss-Kanne aus braunem Steingut für Kaffee & Tee kostete vor 1945 4,- RM

Röpe Kaffeefilter

Röpe Kaffeefilter 2.jpg


Orig. Karlsbader Kaffeemaschine

Die sogenannte Karlsbader Kaffeekanne, setzt sich aus vier Teilen zusammen, nämlich Kanne, Filteraufsatz, Wasserverteiler und Deckel. Das Kaffeemehl wird direkt in den Filter gefüllt (also ohne Papier oder Siebeinsatz) und anschließend mit kochendheißem Wasser übergossen. Ergebnis: Ein verführerisch duftender Kaffee mit vollem Aroma.

Die Porzellanfabrik und -malerei Sigmund Paul Meyer wurde 1886 gegründet und wurde bis 1900 geführt. Danach wurde eigene Porzellanherstellung angeschlossen. Nach 1920 wurde der Betrieb in Erste Bayreuther Porzellanfabrik ?Walküre? S.P. Meyer GmbH umbenannt. Sie stellte Haushalts- Hotel- und Gaststättengeschirre, feuerfestes Porzellankochgeschirr ?Walküre?, Kaffeemaschinen, Porzellanbuchstaben etc. her.

Original BAYREUTHER KAFFEEMASCHINE (Karlsbader Kaffeekanne)
Original BAYREUTHER KAFFEEMASCHINE (Karlsbader Kaffeekanne)
Das filterlose Karlsbader Prinzip ganz neu
Das filterlose Karlsbader Prinzip ganz neu

Büttner Kaffeefilter

Da die bisher zur Kaffeebereitung auf den Markt gebrachten Filter und Maschinen noch nicht vollkommen genug erschienen, beschäftigte sich Carl Artur Büttner damit, einen Filter herauszubringen der mit dem alten System der Verwendung von Filtrierpapier und Leinenbeutel endgültig brach. Nach mühevollen Versuchen gelang es Ihm. Im Frühjahr 1927 brachte er einen Porzellanfilter auf den Markt, dessen sinnreiche Konstruktion es ermöglicht, ohne irgendwelche Hilfsmittel, ein bis zum letzten Tropfen klares Getränk zu erzielen.

Büttner Porzellanfilter
Büttner Porzellanfilter

Schwabenland`s Original Kaffee Apparat

.... die Gebr. Schwabenland AG

Schwabenland?s Original Kaffee-Automat (20 Liter), Gemarkung: Wick-Werke
Schwabenland?s Original Kaffee-Automat (20 Liter), Gemarkung: Wick-Werke

Kaffee-Aufbrühkessel für den Großbetrieb

Erfindung Max Thürmer, Dresden
Erfindung Max Thürmer, Dresden

Wigomat

1954 wurde die Kaffeemaschine Wigomat patentiert. Sie gilt heute als erste moderne Filterkaffeemaschine. Diese Art der Kaffeemaschinen verbreitete sich in Deutschland sehr rasch und verdrängte die vorher üblichen Perkolatoren und Vakuumbereiter.

Eine der ersten Wigomat (etwa Ende der 50er Jahre), transferred to Commons by Christian Giersing
Eine der ersten Wigomat (etwa Ende der 50er Jahre), transferred to Commons by Christian Giersing

French Press

Eine einfache Art Kaffee zu kochen ist die French Press. Das Wasser wird direkt auf das Kaffeepulver gegeben und nach etwa drei bis fünf Minuten Ziehdauer wird der Kolben heruntergedrückt. Je nach Kaffeemenge und Ziehdauer ergibt dies ein stärkeres Aroma als beim Filterkaffee.


Kaffeepads

In den späten 1990er Jahren kamen Maschinen auf den Markt, bei denen der Kaffee in vorportionierter Form mittels so genannter Kaffeepads oder -kapseln in eine Haltevorrichtung eingelegt und unter Druck gefiltert wird. Es können bis zu zwei Tassen Kaffee gleichzeitig gebrüht werden.


Kaffeekapseln

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Kaffeemaschinenfirmen


Weblinks


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