Klaus J. Jacobs

Aus Kaffeetraditionsverein
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Klaus Johann Jacobs (* 1936 in Bremen; ? 11. September 2008) war Kaufmann, begeisterter Pferdezüchter, früherer deutscher Vorstand und Hauptaktionär des Schweizer Lebensmittelkonzerns Jacobs Suchard AG in der Schweiz.


Biografie

1970 übernahm Klaus J. Jacobs von seinem Vater Walther J. Jacobs die Geschäftsführung des Kaffeehandelshauses Joh. Jacobs & Co. Kaffee-Gross-Rösterei (Marke: Jacobs Kaffee), das sein Großonkel Johann Jacobs in der Bremer Altstadt gegründet hatte und das heute zu Kraft Foods, einer Tochter der Altria, früher Philip Morris, gehört.

1973 verlegte er den Sitz des Handelshauses nach Zürich und 1982 übernahm er die Schweizer Interfood mit den Firmen Tobler, Milka und Suchard. KJJ, wie Klaus J. Jacobs in Kurzform von seinen Freunden und Angestellten genannt wird, wurde Wahl-Schweizer und vertrat als Kadermitglied der Nationalmannschaft die Schweiz zudem im Dressurreiten.

Im Zentrum von Zürich gründete er ein Museum welches an seine Familie und ihre Kaffee-Tradition erinnert.

Im Mai 1989 zahlte er seine drei Geschwister aus und wurde Alleinaktionär der Familienholding Colima.

1990 verkaufte Klaus J. Jacobs die Jacobs Suchard AG an Altria, da er seiner Darstellung nach seine Geschwister auszahlen musste. Klaus J. Jacobs wagte darauf einen Neuanfang mit aus der Konkursmasse von Werner K. Rey erworbenen Firmen.

Nach mehreren Fusionen, insbesondere zwischen der Adia Interim (Klaus J. Jacobs) und der französischen Ecco (Philippe Foriel-Destezet) entstand daraus die Firma Adecco SA (Zeitarbeit). Zudem gehören ihm noch als ?Überbleibsel? aus dem Jacobs-Suchard Verkauf an Philip Morris die Firma Barry Callebaut (Herstellung von Rohschokolade / Industrieschokolade). Die diversen Beteiligungen (u.a. Infront) werden inzwischen von der Jacobs AG mit Sitz in Zürich verwaltet.

Eigentlich wollte sich Klaus J. Jacobs an seinem 65. Geburtstag aus dem Geschäftsleben zurückziehen und auf seiner Pferdefarm (Newsells Park Stud) in der Nähe von Oxford, England zur Ruhe setzen (das Gestüt Fährhof, von seinem Vater Walther J. Jacobs aufgebaut, gehört ebenfalls der Familie Jacobs). Zwischenzeitlich stand er jedoch wieder an der Spitze von Adecco, nach dem es im Verwaltungsrat von Adecco einige Meinungsverschiedenheiten mit seinem Geschäftspartner Philippe Foriel-Destezet gegeben hatte.

Klaus J. Jacobs hat zwei Söhne aus erster Ehe (Dr. Christian Jacobs und Dr. Andreas Jacobs) sowie zwei Söhne und zwei Töchter aus zweiter Ehe. Klaus J. Jacobs ist sozial engagiert und hat im Jahre 1995 den sogenannten Chairman?s Award ins Leben gerufen. Es gibt auch eine Jacobs Stiftung (Jacobs Foundation), die sich der Jugendförderung verschrieben hat. Die Jacobs Stiftung beschloss im November 2006, die private International University Bremen bis 2011 mit 200 Millionen Euro zu fördern; daraufhin wurde die Universität in ?Jacobs University Bremen? umbenannt.