Konsum-, Bau- und Sparverein "Produktion"

Aus Kaffeetraditionsverein

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Kaffeerösterei Produktion

Gegründet 3. Februar 1899
Rösterei ab 17. März 1902
Marke Produktion
Firmenmenssitz Hamburg
Slogan Ich spare manchen Wochenlohn
. beim Einkauf in der Produktion
Status ehemaliges Unternehmen

Die Konsum- Bau- und Sparverein "Produktion", eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, Sitz Hamburg, war im wesentlichen eine Konsumgenossenschaft.

Die Gründerversammlung vom 28. Juli 1898 in der Hamburger Lessinghalle wählte einen provisorischen Vorstand und Aufsichtsrat. Die konstituierende Generalversammlung fand am 24. Januar 1899 in Schwaffs Hamburger Ballhaus statt. Anwesend waren 700 Personen, die schriftlich ihren Beitritt zu der zu gründenden Genossenschaft erklärt hatten. Die Eintragung des Konsum-, Bau- und Sparvereins "Produktion" erfolgte am 3. Februar. Damit waren über zwei Jahre sich erstreckende Vorarbeiten erfolgreich abgeschlossen. Die erste Generalversammlung fand am 5. Mai 1899 im Hamburger Ballhaus statt. Anwesend waren 520 Mitglieder. Bis zum 1. Mai hatte die neue Genossenschaft 1.580 Mitglieder. Das Betriebskapital bestand aus etwa 15.00 Mark. Die erste Verkaufsstelle wurde am 17. Juli 1899 am Groß-Neumarkt eröffnet.

Am 3. Dezember 1901 wurde das Richtfest des ersten eigene Speichers gefeiert. In die Schwelle wurde eine Urkunde eingemauert. Unterzeichnet war sie vom Vorstand Reinhold Postelt, Ferdinand Wolff und Josef Rieger, vom Aufsichtsratsvorsitzenden Friedrich Lesche und seinem Stellvertreter Adolph von Elm, vom Schriftführer des Aufsichtsrats Max Mendel, und den übrigen Mitgliedern Paul Frenzel, Ernst Kretschmer, Gustav Lehne, Josef Berk. Kohn, Helma Steinbach, Gustav Segnitz und Heinrich Stühmer.

Am 17. März 1902 wurde das Gebäude und die Einrichtungen in Betrieb genommen. Dazu gehörte auch eine eigene Kaffeerösterei.

1925 wurde in einem gekauften Lager in der Sachsenstraße, Hamburg, eine moderne Kaffeerösterei eingerichtet. Der Kaffee konnte sofort nach der Röstung in Pergaminbeutel verpackt werden. Die Belieferung erfolgte mit einem Spezial-Auto. So erhielten die meisten Verkaufsstellen täglich frisch gerösteten Kaffee.

Die PRODUKTION, wie die Genossenschaft allgemein genannt wurde, und wie es in goldenen Lettern über den Läden prangte, hatte 1924 268 Läden, davon waren 142 Kolonialwarenverteilungsstellen und 55 Brotläden.

1930 waren es 481 Läden, davon 253 Kolonialwarenverteilungsstellen und 92 Brotläden.

Im Mai 1933 wurden die Unternehmen und Betriebe der Konsumgenossenschaftsbewegung gleichgeschaltet. Zuerst die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m.b.H (GEG) am 4. Mai 1933. Erst am 17. Mai 1933 wurde für die Produktion ein Staatskommissar ernannt, der Kreisleiter der NSDAP für Süd-Hamm, Otto Becker. Er erschien in großer Uniform mit Adjudant.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die PRODUKTION als Konsumgenossenschaft Produktion neu errichtet.

[bearbeiten] Literatur

  • Josef Rieger, Max Mendel, Walther Postelt: Die Konsumgenossenschaft "Produktion", 1899 - 1949, Geschichte einer genossenschaftlichen Verbrauchervereinigung von der Gründung bis zum fünfzigsten Geschäftsabschluß und ihrer Vorläufer, Hamburg 1949.
  • Wilhelm Fischer: 60 Jahre geg. 60 Jahre Dienst am Verbraucher. 1894 - 1954. Festschrift Hamburg 1954. 362 Seiten.

[bearbeiten] Weblinks

  • Chronik der Konsumgenossenschaften und des ZdK, pdf-Datei mit Bildern, 1,7 MB,[1] Abruf 07.04.2008
  • Chronik der Konsumgenossenschaften und des ZdK – Nur Text, pdf-Datei, 170 KB, *[2] Abruf 07.04.2008]
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