Tchibo
Aus Kaffeetraditionsverein
Die Marke Tchibo gehört zur Tchibo Holding AG, deren Tochtergesellschaften Kaffee rösten und verschiedene Kaffeesorten sowie Gebrauchsartikel in Filialen und im Versand verkaufen.
| Tchibo | |
|---|---|
| Gegründet | 1949 |
| Marke | Tchibo,
Piacetto Espresso, Gold Mocca, Tchibo Sana, Gala von Eduscho |
| Unternehmenssitz | Hamburg |
| Slogan | Wenn Sie guten
Kaffee lieben: Tchibo. |
| Status | aktiv |
[bearbeiten] Geschichte
Max Herz und Carl Tchilling-Hiryan gründeten am 15. März 1949 die Frisch-Röst-Kaffee Carl Tchilling GmbH. Die beiden Gründer hatten die Idee, Kaffee per Post zu versenden.
Am 13. Oktober 1955 eröffnete in Hamburg die erste Tchibo-Filiale, in der die Kunden den Kaffee vor dem Kauf probieren konnten. Das Filialnetz wuchs in der Folgezeit schnell und dehnte sich auf die gesamte damalige Bundesrepublik aus.
1958 Die Tchibo Kaffeemarke "Gold Mocca" ist die Nummer 1 auf dem deutschen Kaffeemarkt.
1961 Mr. Pithey wird Werbe-Testimonial für Tchibo und entwickelt sich bis Ende der 70er Jahre zur Kultfigur.
1963 richtete Tchibo in Bäckereien und Konditoreien sogenannte „Frisch-Depots“ ein. Hierbei handelte es sich um Regale, die – optisch hervorgehoben – in den Läden aufgestellt und in denen die Tchibo-Kaffeesorten angeboten wurden.
1965 Max Herz stirbt und hinterläßt keine eindeutige Nachfolgebestimmung. Die Söhne Günter Herz und Michael Herz übernehmen die Geschäftsführung.
1968 beteiligte sich Tchibo an dem vorwiegend im norddeutschen Raum tätigen Unternehmen Pedro Kaffee GmbH (vormals W. Pabel und Co.), das den Einzelhandel mit den Marken „Pedro“ ausstattete.
1972 Gründung Tchibo Coffee Service, eine Vertriebsgesellschaft für Büros, Hotellerie und Gastronomie.
1973 Tchibo verkauft erstmals Gebrauchsartikel in den Filialen. Die Verkaufsschlager der ersten Stunde: Kochbücher, die Aroma-Dose zur Aufbewahrung von Kaffee, Tisch-Sets und Frühstücksbrettchen.
1974 Im Jubiläumsjahr (25 Jahre) wurden über 1 Mill. Sack Rohkaffee verarbeitet.
1977 erwarb Tchibo eine Minderheitsbeteiligung an der Beiersdorf AG und 1980 die Mehrheitsbeteiligung an der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH. Durch diese Beteiligungsgeschäfte erreichte die Tchibo AG eine höhere Diversifikation.
1988 wandelte sich die „Tchibo Frisch-Röst-Kaffee AG“ in die „Tchibo Holding AG“ um und gliederte das Kaffee-Geschäft in die neugegründete hundertprozentige Tochter „Tchibo Frisch-Röst-Kaffee GmbH“ aus.
1989 Michael Herz scheidet aus dem Tchibo-Management aus und wechselt später in den Aufsichtsrat. Günter Herz wird die klare Nummer eins im Konzern.
Ab 1991 wurde das Auslandsgeschäft der Tchibo Holding AG von der ebenfalls neu gegründeten Tochter „Tchibo International“ abgewickelt. In den Folgejahren expandierte Tchibo im Ausland, insbesondere in Osteuropa.
1994 wurde die „Tchibo Café Service“ als selbständiges Tochterunternehmen für die Belieferung von Gastronomie- und Bürokunden ausgegliedert. Ein eigenes Versand- („Tchibo Direct“) und ein Reiseunternehmen („Tchibo Reisen“) folgten zwei Jahre später.
Mit Wirkung zum 1. Januar 1997 übernahm Tchibo alle Anteile an der Eduscho Kaffeerösterei-Firmengruppe einen Mitbewerber und begann im selben Jahr mit einem eigenen Online-Verkauf.
2001 erhöhte die Tchibo Holding AG ihre Beteiligung an Beiersdorf AG. Im darauffolgenden Jahr verkaufte Tchibo seine Beteiligung an der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH an die Imperial Tobacco Group PLC.
2007 Das Management setzt große Hoffnung in den osteuropäischen Markt. Im September hatte sich die Marke aus den Niederlanden und im August aus Frankreich zurückgezogen.
[bearbeiten] Wissenswertes
- Der Markenname Tchibo entstand aus dem Namen Tchilling und dem Wort Bohnen.
- Seit den 1950er Jahren wurde Kaffee bei Tchibo in Behältnissen verkauft. Da Kaffee in dieser Zeit als Luxusgut galt, beschloss Tchibo, die Verpackung entsprechend hochwertig zu gestalten und verkaufte ihn zunächst in Tüchern und später in orangefarbenen Dosen. Diese Kopplung von Kaffee mit einem Nebenprodukt (z. B. der Dose) wurde Tchibo auf Betreiben des deutschen Einzelhandels 1972 gerichtlich untersagt. Anstatt jedoch diese Nebenprodukte aus den Filialen zu entfernen, verkaufte Tchibo 1973 nun in den Filialen ein wöchentlich wechselndes Sortiment an Gebrauchsartikeln.

