Zum Arabischen Coffeebaum
Aus Kaffeetraditionsverein
1694 eröffnete Johann Lehmann in der Fleischergasse ein Kaffeehaus.
1711 erhielt der Gold- und Silberplättner Adam Heinrich Schütze die Genehmigung zum Kaffeeausschank in seinem völlig umgebauten Haus.
1716 heiratet die geborene Johanna Elisabeth Schütze, Tochter des Adam Heinrich Schütze den Kaffeewirt Johann Lehmann, der bis dato den Türkentrank am Markt ausschenkte und das nun per Heirat erworbene Haus umbauen ließ.
Die Wiedereröffnung 1719 sollte er nicht mehr erleben.
1720 das umgebaute Haus ziert der "Türke" mit dem Arabischen Coffe Baum.
Bis 1742 war die Witwe Johanna Elisabeth die umtriebige Wirtin.
1998 Sanierung und Wiedereröffnung des Kaffeehauses "Zum Arabischen Coffe Baum".
[bearbeiten] Wissenswertes
Frühe Kaffee-Häuser waren seinerzeit nicht immer seriös, so auch das des Concessionärs Johann Lehmann in Leipzig. In seinem Zum Arabischen Coffeebaum in der Fleischergasse ging es zu wie in einem Freudenhaus: Huren bevölkerten Lehmann Etablissement.
Das königliche Leipzig mußte den verruchten "Coffeebaum" schließen, zum Leidwesen seiner Stammgäste - den Leipziger Altvorderern höchstselbst. Der Skandal geriet freilich erst hundert Jahre später durch einen zum Thema Geschlechtskrankheiten forschenden Mediziner ans Tageslicht.
