Heinr. Franck Söhne

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Heinrich Franck Söhne

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Gegründet

1828

Fusion

1943

Marken

Franck Kaffeeersatz,

Kathreiners Malzkaffee,

Karo-Franck,

Caro Kaffee,

Mühlen Franck,

Aecht Franck,

Kornfranck,

Sano Kaffeeersatz,

Enrilo Feigen-Kaffee,

Perola Perlroggen-Kaffee

Unternehmenssitz

Ludwigsburg

Standort Berlin

Lützowstr. 102-104

Standort Halle /Saale)

Vorgänger war ab 1899, Kuntze & Sohn

Standort Neuss

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Standort Linz (Österreich)

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Standort Chomutov (Tschechien)

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Standort Mailand (Italien)

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Standort Basel (Schweiz)

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Standort Bukarest (Rumänien)

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Standort Košice (Slowakei)

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Standort Zagreb (Kroatien)

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Standort New York City (USA)

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Standort Pardubice (Tschechien)

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Standort Nagykanizsa (Ungarn)

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Standort Skawina (Polen)

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Standort Jánossomorja (Ungarn)

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Status

Ehemaliges Unternehmen


Geschichte

1828 gründete Johann Heinrich Franck (* 1792; † 1862) in Vaihingen an der Enz die Landkaffee Manufaktur.

??? Sein Sohn Hermann Franck sen. (der die Tochter aus einer angesehenen Schweizer Kaufmannsfamilie heiratete (Ida Raschle) und damit neues Kapital einbrachte) steigt in die Firma ein.

1862 stirbt der Firmengründer im Alter von 70 Jahren.

1868 hatte man wegen des notwendigen Eisenbahnanschlusses das Stammwerk nach Ludwigsburg verlegt.

1871 Die Firma firmiert unter Heinrich Franck Söhne OHG

1873 Beginn der Herstellung von Feigenkaffee Quelle: http://www.hag-sammlerarchiv.de/seite25.html

1877 Die Gebrüder Hermann Franck jun., Robert Franck und Karl Franck treten in die Firma ein.

1879 entstand aufgrund der neu eingeführten agrarischen Schutzzölle ein erstes Zweigwerk in Linz an der Donau, weitere Niederlassungen folgten bis 1911.

1883 eröffnete die Firma Heinrich Franck & Söhne eine Filiale zur Erzeugung von Zichorie als Kaffeezusatz in der ehemaligen Staudenmühle und in den Räumen der aufgelassenen Strohmassefabrik in Komotau. Diese Firma war eine Kommanditgesellschaft der Gebrüder Hermann Franck jun., Robert Franck und Karl Franck.

Im Mai 1884 kam ein Betrieb in Basel dazu. [2]

Die Werbung der Firma Heinr. Franck Söhne begann etwa um 1890 und zeigte bereits zur Jahrhundertwende eine beachtliche Vielfalt. Für Aecht Franck wurde auf Ausstellungen, in Tageszeitungen, in Schaufenstern und mit Außenplakaten geworben.

Da die vielfach aus Osteuropa kommenden Einwanderer die Sitten des Zichorienkaffeetrinkens in die USA verpflanzten, wurde 1895 in der Nähe von New York ein Verteilungslager errichtet.

Als zu Beginn des Jahrhunderts sich ein neuer Markt, das Kornkaffeegeschäft entwickelte, nahm auch die Firma Franck mit der Marke Kornfranck daran teil. Man wollte damit einem anderen Markenprodukt, dem Kathreiner Malzkaffee Konkurrenz machen.

1893 errichtete man in Neuss am Rhein eine eigene Produktionsstätte für ihren neuen Roggenkaffee Kornfranck.

19. November 1894 Anmeldung der Wort-Marken Echt Heinr. Franck Söhne, Sano, Franckmühle und Franck. [1]

17. Dezember 1894 Anmeldung der Wort-Marken Doppel-Franck, Franck und Frank. [1]

22. Dezember 1894 Anmeldung der Wort-Marken Franck-Malz-Kaffee und Dr. Katsch. [1]


1908 Erwerb der Aktienmehrheit an der Fa. Emil Seelig A.-G. aus Heilbronn [3]

Um 1909 nahm die Firma zwölf neue Trommelröstapparate in Betrieb.

1910 neben Zichorienwurzeln wurde auch Roggenmalz zu Kornfranck und Feigen zu Ersatzkaffee verarbeitet. Erwerb der Mehrheit an der Linzer Adolf J. Titze GmbH.

1911 Beteiligung der Heinrich Franck Söhne OHG und der Kathreiner-Malzkaffee-Fabriken, München an der Resag AG Berlin-Köpenick

1913 gab es kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da inzwischen noch eine Reihe kleiner Konkurrenzfirmen aufgekauft worden waren, in elf Staaten der Erde insgesamt 27 Francksche Zichorienfabriken, so dass man von einem Weltunternehmen sprechen konnte.

Insgesamt wurden damals 200 Reisende oder Vertreter, 450 Angestellte und 2.800 Arbeiter beschäftigt.

1914 Umwandlung der Heinrich Franck Söhne OHG Ludwigsburg in eine GmbH

1915 Anmeldung einer Bildmarke vom Zweigwerk Linz (Österreich)

1926 Karl Franck stirbt, Walter Franck übernimmt die alleinige Führung, zieht sich jedoch 1938 aus dem aktiven Geschäft zurück.

1928 100 Jahre „Heinr. Franck Söhne“ (HFS)

1930 Fusion mit der Helvetia Schweizerische Kaffee-Surrogat-Fabriken zur Helvetia Heinrich Franck Söhne AG Basel (kurz: Helfra) [2]

1932 Anmeldung einer Bildmarke die Kaffeemühlenschublade (= das Schoß)

1939 Verlegung der Unternehmens-Zentren nach Berlin.

1943 fusionierte Franck mit der Kathreiner's Malzfabrik zur Franck & Kathreiner.


Wissenswertes

  • Die Firma Franck war Hauptsponsor der Olympischen Spiele 1932 in Amsterdam und 1936 in Berlin.
  • Heinr. Franck Söhne hatten Werke in Berlin - Halle/Saale



Einzelnachweis

[1] Der Kaffee Herausgegeben vom Kaiserlichen Gesundheitsamt, Verlag von Julius Springer, Berlin 1903 (Siehe Kaffeebibliothek)

[2] Roman Rossfeld: Sparkaffee und Franck-Aroma [1], aus NZZ Online, 25. Januar 2003

[3] https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=19474&klassi=003&anzeigeKlassi=004.005.001


Kaffeepate

  • Herr Georg Jarczewski, Halle (Saale)


Literatur


Weblinks