Schade & Füllgrabe Kaffee-Grossrösterei

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Schade & Füllgrabe

Kaffee-Grossrösterei

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Gegründet

1878

Marke

Altmeister Kaffee

Unternehmenssitz

Frankfurt am Main

Status

Ehemaliges Unternehmen


Geschichte

Die Firma Schade & Füllgrabe wurde 1878 von Conrad Schade und Oscar Füllgrabe in Frankfurt am Main gegründet.

Das erste Ladengeschäft befand sich in der Frankfurter Altstadt im Haus An der Markthalle 4, angeboten wurden qualitativ hochwertige Lebensmittel und Feinkost.

1880 wurde eine Filiale in der Frankfurter Keplerstraße eröffnet.

Als am 25. November 1886Conrad Schade starb, führte Oscar Füllgrabe zunächst die Geschäfte alleine weiter, musste aber im Jahr 1887 Frankfurt verlassen, da er als Angehöriger der Sozialdemokraten in Folge der 1878 erlassenen Sozialistengesetze im preußischen Frankfurt zunehmenden Repressalien ausgesetzt war.

1878 verkaufte Oscar Füllgrabe seine Firma an den aus Stockheim stammenden Joseph Halberstadt, der den eingeführten Firmennamen beibehielt.

Bis 1894 stieg die Zahl der Geschäfte auf 10 Filialen an, von denen sechs außerhalb Frankfurts lagen (u.a. eine Filiale auf der Leipziger Straße in der damals noch selbstständigen Stadt Bockenheim). Im darauffolgenden Jahr errichtete das Unternehmen eine Verwaltungszentrale in der damaligen Frankfurter Kronprinzenstraße (heute Münchener Straße).

1897 verstarb überraschend Joseph Halberstadt, die Leitung der Firma übernahm nun dessen Witwe Susanne, welche die Expansion der Firma fortsetzte.

Ab 1898 wurden in den Filialen von Schade & Füllgrabe die kostenlose hauseigene Werbezeitschrift ?Sonntagsruhe? verteilt.

1906 verstarb Susanne Halberstadt und gab die Leitung der Firma an ihren Sohn Julius Halberstadt und ihren Schwiegersohn Lenor Helft weiter.

1908 erwarb die Firma von der Stadt Frankfurt für 50 Goldmark je m² im neu entstandenen Industriegebiet am Osthafen Gelände zum Bau einer neuen Zentrale.

Auf diesem Gelände an der Hanauer Landstraße wurde 1909-1910 eine großzügige neue Zentrale erbaut.

Bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Zahl der Filialen auf 90 an, darunter Geschäfte im weiteren Umkreis von Frankfurt, seit 1903 auch im bayerischen Aschaffenburg.

Insgesamt beschäftigte Schade & Füllgrabe zu dieser Zeit rund 200, ausschließlich männliche, Mitarbeiter.

1923 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmierte fortan unter Schade & Füllgrabe AG.

1929 gründete das mittlerweile auf 130 Filialen und 600 Mitarbeiter vergrößerte Unternehmen in Leipzig das Tochterunternehmen Schade & Füllgrabe GmbH, das bald auf 38 Filialen rund um Leipzig kam.

Im Jahr 1932 besaß das Frankfurter Unternehmen 144 Filialen, davon 46 auf Frankfurter Stadtgebiet, in denen jeweils ein Sortiment von 1100 Artikeln angeboten wurde.

Zu dieser Zeit war Schade & Füllgrabe die größte Lebensmittelmarkt-Kette im Rhein-Main-Gebiet.

1935 verkauften die jüdischen Inhaber im Vorgriff auf die drohende Arisierung ihr Unternehmen an die Neusser Unternehmerfamilie Werhahn.

Bei Bombenangriffen während des Zweiten Weltkriegs wurden die Zentrale in der Hanauer Landstraße sowie ein Großteil der Geschäftsräume zerstört. Nach dem Krieg beschlagnahmten und enteigneten die sowjetischen Besatzungsbehörden die Leipziger Tochtergesellschaft.

1951 wurde das Unternehmen in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.

1992 wurde Schade & Füllgrabe von der Tengelmann-Gruppe des Mülheimer Handelsunternehmer Erivan Haub übernommen und die Märkte in Kaiser?s Tengelmann umgeflaggt.


Galerie

Schade und Fuellgrabe 1.jpg

Kaffeedose


Quelle