Deutsche Röstergilde e.V.

Aus Kaffeetraditionsverein
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Deutsche Röstergilde e.V., aus Berlin, gegr. am 28. August 2006


Wissenswertes

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Satzung

I. NAME, SITZ, GESCHÄFTSJAHR UND ZWECK § 1 (1) Kaffeeröstereien bilden den Verband ?Deutsche Röstergilde? e.V. (2) Der Verband hat seinen Sitz in Berlin. (3) Gerichtsstand ist Berlin. (4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 (1) Der Verband vertritt Interessen seiner Mitglieder bei öffentlichen Stellen und Einrichtungen, sowie in den Medien.

(2) Der Verband stellt seinen Mitgliedern ein Siegel für Qualitätskaffee zur Verfügung. Dieses kann in den Geschäftsräumen, auf Produktverpackungen oder in den Geschäftsräumen von Kunden zum Zwecke der Werbung eingesetzt werden. Näheres regeln die Verwendungsrichtlinien zum Siegel Qualitätskaffee. Ziel des Qualitätssiegels ist es, dem deutschen Verbraucher deutlich zu machen bei welchem Produkt es sich um industriell gerösteten Kaffee handelt und welcher Kaffee unter Einhaltung der in dieser Satzung fest geschrieben Qualitätskriterien geröstete wurde.

(3) Der Verband wird außerdem ein Siegel für Nachhaltigkeit im Bereich der Kaffeeproduktion etablieren.

(4) Weitere Aufgaben des Verbandes a) Schaffen eines Forums zum Informationsaustausch, b) Sensibilisierung für die Vielseitigkeit von Kaffeekultur und die Kaffeetradition, c) Angebot der Mitgliedschaft im Verband an Unternehmen, die sich zu den in dieser Satzung definierten Qualitätskriterien bekennen, d) Förderung der Zusammenarbeit aller Branchenmitglieder ? vom Kaffeebauern bis zum Kaffeeröster, e) Pflege von Information und Ausbildung über resp. Produktförderung von Qualitätskaffees, f) Verbindungen herstellen zu anderen Organisationen ? insbesondere zu Organisationen die die Qualität und die nachhaltigen Produktion von Kaffee fördern, g) Förderung eines gesunden Geschäftsgebarens und dem Bewusstsein für Umwelt und soziale Angelegenheiten, h) Vorteile durch die Bündelung von Nachfrage für die Mitglieder schaffen.

§ 3 Der Verband ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Er dient lediglich dem allgemeinen Interesse der Branche der Spezialitäten Kaffeeröster.

II. MITGLIEDSCHAFT § 4 (1) Die Mitgliedschaft ist freiwillig. (2) Mitglied werden können ausschließlich Kaffeeröstereien die ihren Sitz und ihre Produktionsstätte in Deutschland haben. Das Kaffeerösten muss gewerbsmäßig durchgeführt werden. Es darf nicht nur für den eigenen Bedarf produziert werden. (3) Mitglieder werden können außerdem nur Kaffeeröstereien, die die nachfolgenden Qualitätskriterien einhalten und sich verpflichten dauerhaft von diesen nicht abzuweichen.

(a) Röstmethode I. eine Röstzeit von 12 Minuten darf nicht unterschritten werden II. der Kaffee darf nach dem Rösten ausschließlich mit Luft gekühlt werden III. eine Rösttemperatur von 240°C darf nicht überschritten werden

(b) Rohkaffee I. es wird ausschließlich Qualitätskaffee verarbeitet II. die Kaffees wurden ?Nachhaltig? produziert

(c) Definition des Inhalts auf der Packung I. abweichend von den großzügigen Regelungen des deutschen Deklarationsrechtes für Lebensmittel werden die auf den Verkaufverpackungen angegeben Inhalte auch zu einhundert Prozent eingehalten. Sortenrein ist gleich einhundert Prozent sortenrein.

(4) Die Mitglied gewähren der nach §16,17 arbeitende Kontrollkommission zu tritt zu allen für die Kontrollen notwendigen Räumlichkeiten. Außerdem hat die Kontrollkommission das Recht Einblick in alle für die Kontrolle erforderlichen Unterlagen zu nehmen.

§ 5 (1) Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich, auf dem vom Verband zur Verfügung gestellten Formular, einzureichen.

(2) Über Aufnahmeanträge entscheidet die Mitgliederversammlung binnen einer Frist von vier Wochen. Die Abstimmung erfolgt auf elektronischem Wege.

(3) Der Vorstand erteilt dem Bewerber entsprechend Bescheid. Ablehnungen bedürfen keiner Begründung.

(4) Im Fall des Geschäftsübergangs außerhalb der Familie oder der Verpachtung des Unternehmens, ist erneut Antrag auf Mitgliedschaft im Verband zu stellen. Andernfalls läuft die Mitgliedschaft mit dem Ende des laufenden Geschäftsjahres aus.

§ 6 (1) Die Mitglieder haben Anspruch auf Unterrichtung im Rahmen der allgemeinen wirtschaftlichen Interessenwahrnehmung des Berufszweiges.

(2) Erhebt ein Mitglied gegen eine Entschließung Einspruch, so kann es verlangen, dass seine Stellungnahme unverzüglich bekannt gegeben wird. Es hat sodann das Recht, seinen Standpunkt selbst zu vertreten.

(3) Die Mitglieder unterstützen den Verband in der Durchführung seiner satzungsmäßigen Aufgaben.

§ 7 (1) Der Austritt aus dem Verband ist nur zum Schluss eines Geschäftsjahres zulässig. Die Austrittserklärung muss spätestens drei Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres auf schriftlichem oder elektronischem Wege an den Vorstand abgesandt werden.

(2) Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn es gegen die Bestimmungen dieser Satzung verstößt, insbesondere seiner Verpflichtung zur Einhaltung der in dieser Satzung definierten Qualitätskriterien, seiner Beitragspflicht nicht nachkommt oder das Ansehen des Verbandes gröblich schädigt.

(3) Binnen 4 Wochen nach Zustellung des Ausschließungsbeschlusses kann das Mitglied auf schriftlichem oder elektronischem Wege Einspruch an die Mitgliederversammlung einlegen. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung. Die Mitgliederversammlung entscheidet über den Ausschluss auf elektronischem Wege innerhalb von vier Wochen.

(4) Alle Verbandszeichen dürfen nach Verlust der Mitgliedschaft nach einer Frist von drei Monaten nicht mehr benutzt werden. Die Frist beginnt mit dem wirksam werden des Austritts oder der Ausschließung zu laufen. Für jede zu wieder Handlung gilt als vereinbart, dass ein Schadenersatz in Höhe von mindestens 3.000,- je Einzelfall an den Verband zu leisten ist.

(5) Ausgeschlossene Mitglieder können frühestens nach Ablauf von drei Jahren nach dem Ausscheiden erneut einen Antrag auf Wiederaufnahme stellen.

§ 8 Ein Mitglied, das aus dem Verband austritt oder ausgeschlossen wird, hat keinen Anspruch an das Vermögen des Verbandes.

§ 9 Die Kosten des Verbandes werden durch Beiträge der Mitglieder oder sonstige Einnahmen gedeckt. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Mitgliedsbeiträge zu zahlen.

III. ORGANE DES VERBANDES § 10 Organe des Verbandes sind: a) die Mitgliederversammlung b) der Vorstand gemäß § 26 BGB c) der Generalsekretär c) die Ausschüsse d) die Kontrollkommission

A. DIE MITGLIEDERVERSAMMLUNG § 11 (1) Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern oder deren Vertretern. (2) Die Mitglieder üben ihr Stimmrecht direkt aus. Vertretung auf Grund einfacher schriftlicher Vollmacht ist zulässig. (3) Die Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung je eine Stimme.

§ 12 (1) Die Mitgliederversammlung ist zuständig a) für Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, b) für die Wahl des Vorsitzenden sowie von einem Stellvertreter und fünf weiteren Mitgliedern des Vorstandes c) für die Genehmigung des Haushaltsplanes, d) für die Entlastung des in § 10 b, c, genannten Organe, e) für die Änderung der Satzung, f) für die Auflösung des Verbandes, g) für die sonstigen in dieser Satzung ihr zugewiesenen Aufgaben.

(2) Die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden einberufen.

(3) Außerordentliche Mitgliederversammlungen kann der Vorsitzende einberufen. Er muss sie einberufen, wenn ein Viertel der Mitglieder die Einberufung unter Angabe des Zwecks schriftlich beim Vorstand beantragt.

(4) Jedes Verbandsmitglied, das mit seinen Zahlungen mehr als 6 Wochen in Verzug ist und nach einmaliger Mahnung seinen Beitrag nicht geleistet hat, gilt automatisch als aus dem Verband ausgeschlossen.

(5) Alle Mitglieder, die ihren Beitrag laufend voll eingezahlt haben, sind stimmberechtigte und wahlberechtigte Mitglieder des Verbandes.

B. DER VORSTAND § 13 (1) Der Vorstand des Verbandes besteht aus a) dem Vorsitzenden, b) dem Stellvertreter c) dem Kassenwart d) vier weiteren Vorstandsmitgliedern.

(2) Der Verband wird vom Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter und je zwei weiteren Mitgliedern des Vorstandes gemeinschaftlich vertreten. Für bestimmte Aufgaben können einzelne Mitglieder des Vorstandes bevollmächtigt werden Einzelvertretungsberechtigt zu sein.

(3) Die Vorstandsmitglieder können sich bei Verhinderung im Einzelfalle durch eine andere Persönlichkeit ihres Verbandes vertreten lassen.

(4) Vorstandsmitglieder, die an einer Vorstandssitzung nicht teilnehmen können, teilen dies dem Vorsitzenden mit. Fehlt ein Vorstandsmitglied an zwei aufeinander folgenden Sitzungen, ohne das er sicht vertreten lassen hat und die übrigen Vorstandsmitglieder die Verhinderungsgründe als nicht ausreichend erachten, so wird dem Vorstandsmitglied der Ausschluss aus dem Vorstand angedroht. Fehlt er bei der nächsten Sitzung oder lässt sich wiederum nicht vertreten, beschließt der restliche Vortand über seinen Ausschluss aus dem Gremium.

(5) Die Vorstandsmitglieder können wieder gewählt werden.

(6) Eine Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre.

(7) Der Vorsitzende kann maximal einmal wieder gewählt werden. Weitere Amtsperioden eines Vorsitzenden kann die Mitgliederversammlung nur mit drei vierteln ihrer Stimmen beschließen.

(8) Vorschläge für die Wahl des Vorsitzenden und der anderen Vorstandsmitglieder werden von allen stimmberechtigten Verbandsmitgliedern angenommen.

(9) Vorstandsmitglieder, die eigenwirtschaftliche Zwecke in den Vordergrund ihrer Tätigkeit im Verband stellen, gröblich gegen die Satzung verstoßen oder dem Ansehen des Verbandes schaden, können von der Mitgliederversammlung vorzeitig ihres Amtes enthoben werden. Die anderen Vorstandsmitglieder haben innerhalb von 4 Wochen eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen wenn mindesten ein Viertel aller Stimmberechtigten Mitglieder dieses Begehren unterstützen. Vom Zeitpunkt der Einberufung der außerordentlichen Mitgliederversammlung bis zu deren Durchführung ruht die Mitgliedschaft im Vorstand des betroffenen Mitgliedes.

§ 14 (1) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Verbandes zuständig, soweit sie nicht durch gesetzliche Vorschriften oder durch die Satzung anderen Organen vorbehalten sind. Der Vorstand beschließt insbesondere über die Richtlinien für die Arbeit des Verbandes.

(2) Er hat das Recht, bei den Organen des Verbandes die Bearbeitung ihm wesentlich erscheinender Aufgaben zu veranlassen. Er kann für bestimmte Aufgaben ständige und nicht ständige Ausschüsse einsetzen und ihre Zusammensetzung regeln.

(3) Der Vorstand hat die Arbeiten der Ausschüsse mit den allgemeinen Zielen des Verbandes in Einklang zu halten.

(4) Er kann sich eine Geschäftsordnung geben.

C. DER GENERALSEKRTÄR § 15 (1) Der Generalsekretär ist für die Administrative Führung des Verbandes zuständig. (2) Er wird vom Vorstand gewählt.

D. DIE AUSSCHÜSSE § 16 (1) Zur Bearbeitung und zur Verfolgung bestimmter Aufgaben können Ausschüsse gebildet werden (§14).

(2) Die Ausschüsse können sich eine Geschäftsordnung geben. Sie wählen ihren Vorsitzenden selbst.

(3) Die Ausschüsse berichten dem Vorstand laufend über ihre Arbeiten, um die Erfüllung der allgemeinen wirtschaftlichen Aufgaben gemäß § 14 dieser Satzung zu gewährleisten.

E. Die Kontrollkommission § 17 Die Kontrollkommission kontrolliert die Einhaltung der Verpflichtung der in § 4 Abs.2 genannten Kriterien für Qualitätskaffee.

§ 18 (1) Die Mitgliederversammlung wählt die Kontrollkommission auf die Dauer von zwei Jahren.

(2) Die Kontrollkommission besteht aus fünf Mitgliedern. Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu Berufen.

(3) Die Mitglieder der Kontrollkommission wählen einen Sprecher für die jeweilige Amtszeit der Kontrollkommission. Der Sprecher der Kontrollkommission koordiniert die Kontrollen.

(4) Die Beschlüsse der Kontrollkommission erfolgen einstimmig. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet der Vorstand.

IV. GEMEINSAME BESTIMMUNGEN FÜR DIE VERSAMMLUNGEN DER ORGANE § 19 Einladungen zu Versammlungen müssen spätestens 14 Tage zuvor zur Post gegeben oder auf elektronischem Wege ab gesandt werden. In besonderen, vom Vorsitzenden für dringend erachteten Fällen kann diese Frist bis auf drei Tage abgekürzt werden. Über Gegenstände, die nicht in der Tagesordnung mitgeteilt sind, und über Anträge, die nicht spätestens drei Tage vor dem Tag der Versammlung dem Vorstand schriftlich zugegangen sind, darf ein Beschluss nur gefasst werden, wenn sich die Versammlung mit zwei dritteln ihrer Stimmen damit einverstanden erklärt.

§ 20 (1) Bei den Versammlungen hat jeder anwesende Vertreter eine Stimme. Schriftliche Stimmenübertragung ist zulässig. Ein Vertreter kann nicht mehr als 2 Stimmen abgeben.

(2) Soweit nicht gesetzliche oder Satzungsbestimmungen entgegenstehen, entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Sie genügt insbesondere auch zur Änderung der Satzung. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.

(3) Wahlen sind schriftlich und geheim vorzunehmen, es sei denn, dass die anwesenden Wahlberechtigten sich einstimmig für eine andere Art des Wahlganges erklären.

(4) Beschlüsse können auch auf schriftlichem oder elektronischem Wege gefasst werden. Sollte sich die Mehrheit der Mitglieder mit diesem Verfahren nicht einverstanden erklären, ist durch den Vorsitzenden unverzüglich eine Versammlung einzuberufen. Die Bestimmungen des Gesetzes oder der Satzung über die für den Beschluss erforderliche Mehrheit bleiben hiervon unberührt. Die Mitglieder sind über das Ergebnis der Beschlussfassung unverzüglich zu unterrichten.

§ 21 Über die Mitgliederversammlungen und die Sitzungen der übrigen Organe des Verbandes ist eine auch die Beschlüsse enthaltende, vom Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnende Niederschrift zu führen und den Mitgliedern mitzuteilen.

V. FINANZEN DES VERBANDES § 22 (1) Die Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwandt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Niemand darf durch Ausgaben, die den Zweck des Verbandes fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(2) Die Beitragssätze für Mitglieder werden durch den Vorstand festgesetzt. Beitragsänderungen von mehr als zehn Prozent per annum sind durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen.

(3) Der Vorstand kann zu gegebener Zeit die Beitragssätze die an den Verband zu zahlen sind neu festlegen. Der Vorstand legt fest, ob die Beiträge für das Kalenderjahr, Rechnungsjahr oder für eine andere Periode zu zahlen sind.

VI. AUFLÖSUNG DES VERBANDES § 23 Beschlüsse der Mitgliederversammlung über die Auflösung des Verbandes bedürfen einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen. Die Versammlung ist für die Auflösung nur dann beschlussfähig, wenn mindestens drei Viertel der Vertreter der Mitglieder anwesend sind. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, so beschließt über die Auflösung eine auf 4 Wochen später neu zu berufende Mitgliederversammlung; bei ihr genügt zur Auflösung eine Mehrheit von drei Vierteln der vertretenen Stimmen.

§ 24 Im Falle der Auflösung des Verbandes wickeln der Vorsitzende und mindestens zwei weitere Mitglieder des Vorstandes die Geschäfte ab. Das verbleibende Vermögen ist gemäß Beschluss der letzten Mitgliederversammlung zu verwenden.

Deutsche Röstergilde e.V., Uhlandstraße 173/174, 10719 Berlin


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